Leitbild
Das Ziel unserer Arbeit ist es, allen von uns betreuten Menschen zu ermöglichen, in ihrer häuslichen, gewohnten und geliebten Umgebung zu verbleiben. Unsere Kunden sollen mit Würde, Stolz, der eigenen Entscheidungsfreiheit und ihren ganz persönlichen Eigenheiten ihren Lebensabend verbringen. Alle nachfolgenden Grundsätze haben sich diesem ganzheitlichen Ansatz zu unterwerfen.
1. Unsere Kunden
1.a) Bedarfserfüllung
Die leitende Pflegefachkraft wird den Pflegebedarf ( Zeit, Umfang, Kosten & gesetzliche Rahmenbedingungen ) in einem Erstgespräch, in Zusammenarbeit mit den Angehörigen und ggf. dem Hausarzt ermitteln. Eventuell nötige Ergänzungen oder Veränderungen, die während des täglichen Kontaktes der Bezugspflegekraft zum Kunden anfallen, sollten der Pflegedienstleitung geschildert und dementsprechend verändert werden, um eine Versorgungslücke zu vermeiden. Die Notwendigkeit von evtl. Änderungen in der Versorgung der Kunden oder die Auswahl und Anschaffung von Hilfsmitteln können bei Bedarf auch im Team besprochen werden, womit die Informationspflicht gegenüber der Pflegedienstleitung automatisch gewährleistet ist.
Der fachlich kompetenten Versorgung unserer Patienten kommt eine besondere Bedeutung zu. Der größte Teil der Stammmitarbeiter/innen verfügt über ein staatlich anerkanntes Examen der Alten-bzw. Krankenpflege.
Grundsätzlich richten die Mitarbeiter die einzelnen Tätigkeiten nach den im Betrieb angewendeten Pflegestandards, welche angelehnt sind an J. Göschel und auf die speziellen Belange unserer Einrichtung umgeschrieben worden sind. Abweichungen von den Standards sind möglich und werden im Einzelfall in der Pflegedokumentation begründet und beschrieben. Bei Unklarheiten ist eine Besprechung mit der Pflegedienstleitung und/oder dem Team möglich.
Als Grundlage für unsere Pflegedurchführung dient das Pflegemodell von Monika Krohwinkel. Für jeden Kunden wird eine individuelle Pflegeplanung anhand der Aktivitäten und existenziellen Erfahrungen des Lebens (AEDLs) erarbeitet, welche unter Berücksichtigung des Pflegeprozesses auf die Ressourcen, Probleme, Ziele und Pflegemaßnahmen eingeht. Hierbei wird, im Sinne der aktivierenden Pflege, besonders auf das Fördern und Aufrechterhalten der eigenen Fähigkeiten der Kunden geachtet. Die Pflegeplanungen werden im Rhythmus von 3 Monaten von der jeweiligen Bezugspflegekraft überarbeitet und ergänzt. Fallen der Pflegekraft bereits früher zu ergänzende, oder abzuändernde Punkte auf, ist sie angehalten dies möglichst direkt bzw. zeitnah zu tun.
Unsere Leistungserbringung wird in dem AOK-Muster Dokumentationssystem festgehalten, welches jederzeit vom Kunden, vom behandelnden Arzt und allen Anderen an der Betreuung Beteiligten eingesehen werden kann.
Alle Mitarbeiter sind dafür verantwortlich, dass der Pflegeprozess in der Dokumentation nachvollziehbar und erkennbar dargestellt wird.
Damit die Kunden jederzeit Kontakt zu uns aufnehmen können, bieten wir regelmäßige Geschäftszeiten an und sind darüber hinaus 24 Std. über eine Anrufweiterschaltung telefonisch erreichbar.
Selbstverständlich unterliegt jeder Mitarbeiter der gesetzlichen Schweigepflicht.
Die Mitarbeiter gehen ökonomisch und ökologisch mit den Pflegematerialien um (z.B. Salben/Öle, Zellstoff, Krankenunterlagen, Wäsche etc.). Die Müllentsorgung und -trennung richtet sich nach jeweils im Haushalt befindlichen und gewünschten Möglichkeiten ( z.B. gelber Sack, Altpapier, Altglas).
1.b) Bedürfniserfüllung
Die selbstverständlich sehr vielseitig und unterschiedlich anfallenden Bedürfnisse der Kunden und deren Angehörigen werden von den Pflegekräften ernst genommen und je nach persönlicher, fachlicher und sozialer Kompetenz erfüllt. Ist dies nicht möglich weil die Erfüllung der Wünsche beispielsweise den zeitlichen Rahmen sprengen, sucht die Pflegekraft gemeinsam mit dem Betreffenden und ggf. der PDL nach zusätzlichen Möglichkeiten. Pflegende Angehörige und andere Pflegepersonen sollen durch unseren Einsatz eine spürbare Entlastung erfahren. Sie werden in den Pflegeprozeß einbezogen, beraten und bei pflegerelevanten Tätigkeiten unterstützt.
Wir dienen als Kommunikationspartner und informieren über weitere Beratungsmöglichkeiten und pflegerelevanten Angebote. Die realistische Einschätzung des eigenen Könnens/Wissens und der eigenen Grenzen ist hierbei Voraussetzung. Unter Umständen ist es notwendig im Gespräch mit der leitenden Pflegefachkraft und/oder den anderen Teammitgliedern nach akzeptablen Lösungen zu suchen. Es handelt sich z.B. um Informationen über zweckmäßige Hilfsmittel, Selbsthilfegruppen, Hilfe bei Anträgen, rechtliche Informationen, gesetzliche Änderungen u.v.m..
Unser Team arbeitet nach dem sogenannten Bezugspflege-System. Das bedeutet für den einzelnen Kunden, daß er bis auf einige Ausnahmen (Urlaubsvertretung, Wochenende und Krankheitsvertretung) immer die gleichen Ansprechpartner hat (2-3 Pflegekräfte). Damit ist auch die Basis geschaffen, ein Gefühl von Vertrauen und Sicherheit aufzubauen und zu erhalten.
2. Unsere Mitarbeiter
2.a) Zufriedenheit
Die Mitarbeiter organisieren ihre täglichen Tätigkeiten eigenverantwortlichen ( z.B. Kontakt zum Sanitätshaus, Apotheke, Hausarzt etc. ). Es besteht, unter begründeten Umständen, die Möglichkeit einzelne Aufgaben an Kollegen oder die leitende Pflegefachkraft zu delegieren. Auf die erforderliche Kompetenz des Mitarbeiters ist vom Delegierenden zu achten. Alle Mitarbeiter haben die Möglichkeit zur Mitsprache bei der Dienst-und Tourenplanplangestaltung. Die Einarbeitung neuer Mitarbeiter/innen erfolgt nach einem Einarbeitungskonzept. Dem neuen Teammitglied wird ein Mentor zur Seite gestellt, welcher für das erste halbe Jahr u.a. behilflich ist bei der Integration im neuen Arbeitsumfeld.
2.b) Weiterentwicklung der Mitarbeiter
Alle 2-3 Wochen findet mit einem externen Supervisor eine Team-Supervision statt. Die Entwicklung von Teamarbeit/-geist und die Konfliktbewältigung innerhalb der Gruppe werden hierdurch gefördert. Außerdem reflektieren wir hierbei unser tägliches Handeln und die Interaktionen mit unseren Kunden. Die Selbstentwicklung jedes Einzelnen wird dabei gefördert.
2.c) Maßnahmen innerbetrieblicher Qualitätssicherung
Zu Maßnahmen der Qualitätssicherung in der Pflege stellt der Betrieb Fachliteratur zur Verfügung. Angebote über externe Fort- und Weiterbildungen werden den Mitarbeitern/innen zur Kenntnis gebracht und nach Absprache die Teilnahme ermöglicht. Innerbetriebliche Fortbildungen finden regelmäßig mehrmals jährlich statt. Inhaltlich orientieren diese sich am aktuellen Bedarf und den Wünschen der Mitarbeiter/innen. Interne und Externe Fortbildungen werden von der PDL in einem prospektiven Fortbildungsplan im ersten Quartal eines Jahres geplant, festgelegt und erfasst. Desweiteren können die Mitarbeiter/innen Arbeitsteams bilden zur Erarbeitung von Spezialthemen, von immer wiederkehrenden Fachthemen oder zur Erarbeitung Pflegerelevanter Standards.
3. Sonstiges
Durch einen regelmäßigen Kontakt und Austausch zu vielen an Alten- und Krankenpflege beteiligten Personenkreisen ( z.B. Hausärzten, Sanitätsfachgeschäften, Sozialdienste, Krankenpflegeschulen und Anderen ), sowie durch die Teilnahme an Arbeitskreisen und Qualitätszirkeln erhalten wir unsere Qualität, Flexibilität und Offenheit.
Alle 14 Tage findet eine kombinierte umfangreiche Dienst-und Patientenbesprechung statt, damit die Mitarbeiter sich über aktuelle Wichtigkeiten informieren können. Es findet an dieser Stelle ein reger Austausch über die aktuellen Pflegesituationen statt. Hier wird die Pflegedienstleitung über wichtige Vorkommnisse unterrichtet und es werden eventuell aufgetretene Schwierigkeiten, im Team besprochen und nach Lösungsmöglichkeiten gesucht. Dienst/Teambesprechungen können nach Absprach mit der PDL bei Bedarf jederzeit zusätzlich einberufen werden.
Die enge Zusammenarbeit der Inhaberin/PDL und ihrer Stellvertretung in allen innerbetrieblichen Belangen ist von großer Wichtigkeit. Durch einheitliche Zielsetzung sorgen sie so für Transparenz und Struktur gegenüber den Mitarbeitern.
Die Inhaberin ermöglicht durch Mitgestaltungsmöglichkeiten und das Aufzeigen von Entwicklungsperspektiven, Transparenz. So unterstützt sie die Motivation der Mitarbeiter und die Sinngebung der eigentlichen Tätigkeit.
Unser Pflegekonzept
Einleitung
Uns ist es wichtig eine ganzheitliche Pflege zu erbringen. Der Patient/Kunde wird von uns in erster Linie als Mensch gesehen und nicht als Kranker oder Behinderter. Körper, Seele und Geist/Psyche finden als Einheit Berücksichtigung in unserem Tun. Der Mensch wird in seiner ganzen Situation, in seinem Umfeld und mit seiner Biographie wahr- und ernst genommen. Wir fördern in diesem Sinne die selbstständige und eigenverantwortliche Lebensführung und helfen Defizite zu kompensieren.
Ziele der Pflegeeinrichtung
Die Ziele des Kasseler Krankenpflege Teams sind, durch Information und Austausch eine partnerschaftliche Zusammenarbeit aller Beteiligten zu ermöglichen. Wobei wir flexibel auf die Notwendigkeiten des Einzelfalles reagieren. Die individuelle Lebenssituation und die eigenen Ressourcen der Kunden haben wir nicht nur zu respektieren, sondern vor Allem zu fördern!
Strukturqualität:
Die Mitarbeiter des Kasseler Krankenpflege-Team orientieren sich anhand des bestehenden Leitbildes, worin die Grundsätze und Arbeitsweisen festgehalten sind.
Das Pflegemodell von Monika Krohwinkel mit seinen AEDL´s dient uns in der Planung unserer Arbeit als Richtschnur.
Die Schritte des Pflegeprozesses Informationen sammeln, Ressourcen ermitteln, Ziele festlegen, Maßnahmen planen und durchführen und die Evaluation sind fester Bestandteil unserer Tätigkeiten. Wir möchten dabei die größtmögliche Selbstständigkeit und Selbstbestimmung unserer Kunden bewahren bzw. wieder herstellen und die eigenverantwortliche Lebensführung fördern.
Unser Leistungsangebot besteht aus Grund/Körperpflege, Behandlungspflege, spezieller Pflegeberatung, individueller Schulung in der Häuslichkeit nach § 45 SGB XI für Angehörige oder andere an der Pflege interessierte Personen, psychische/physische Begleitung, Betreuungsangeboten gem. § 45b SGB XI, Pflegeeinsätze nach § 37 Abs. 3 SGB XI, Hausnotrufvermittlung, und Vermittlung weiterer Dienstleistungen wie mobiler Frisör, Podologie, Menübring-Service, 24 Std. Rufbereitschaft u.v.m..
Eine enge Kooperation, zum Wohl unserer Kunden, mit allen an der Pflege beteiligten Berufsgruppen (Hausärzte, Physiotherapeuten, Ärzte, Apotheken, Kranken/Pflegekassen u.s.w.) ist uns wichtig und selbstverständlich.
Es findet bei jedem Kunden ein persönliches Erstgespräch durch die PDL oder ihre Vertretung statt. Dieses Gespräch kann im stationären und auch im häuslichen Bereich stattfinden, je nach Bedarf und Wunsch.
Die Versorgung sichern wir unseren Kunden mit schriftlichen Pflegeverträgen zu. Kostenvoranschläge werden individuell und zeitnah für SGB XI Leistungen erstellt.
Unser Team besteht aus examinierten Pflegefachkräften (Alten-und Krankenpflege) in Festanstellung und weiteren examinierten Pflegefachkräften als Aushilfen und zur Krankheitsvertretung. Außerdem ist eine Pflegehilfskraft beschäftigt und es stehen regelmäßig Auszubildende der Kranken- und Altenpflegeschule zur Verfügung. Bereits in Planung ist die Einstellung einer Bürokraft und einer Hauswirtschaftskraft.
Die leitende Pflegefachkraft ist gleichzeitig auch Inhaberin. Sie übernimmt die organisations- und öffentlichkeitsbezogenen Aufgaben sowie Kundenbetreuung, Kundenneugewinnung und Mitarbeiterkoordination.
Die Tourenplanung wird wöchentlich durch die PDL erarbeitet, wobei die Mitarbeiter jederzeit ein Mitspracherecht haben. Wir achten bei der Tourenplanung auf möglichst wenig Mitarbeiterwechsel im Sinne der Bezugspflege.
Die eigentliche Dienstplanung findet monatlich 2 Wochen im voraus statt, damit die Mitarbeiter sich auf ihre Dienste (Früh, Spät, Urlaub, Wochenende etc.) rechtzeitig einrichten können.
Die Geschäftsräume bestehen aus zwei Büroräumen, einem Besprechungs-/Teamraum, Toilette, Küchennische und einem Lagerraum.
Es stehen den Mitarbeiterinnen Dienstwagen für die Touren zu Verfügung.
Die Geschäftszeiten und die Bürotelefonnummer sind allen unseren Kunden und Mitarbeitern bekannt. Außerhalb der Geschäftszeiten sind wir in Notfällen 24 Std. rufbereit über eine Anrufweiterschaltung. Die Inhaberin hat zur Absicherung für Kunden und Mitarbeiter eine Betriebshaftpflichtversicherung abgeschlossen.
Prozessqualität
Unsere täglichen Pflegemaßnahmen werden in der AOK-Dokumentation festgehalten. Die Dokumentationsmappen liegen beim Kunden bereit zur Einsichtnahme für alle autorisierten Personen. In diesem System werden für jeden Kunden die Pflegeanamnese, Pflegeplanung, Pflegeberichte sowie Leistungserfassung und weitere Erhebungsbögen erstellt und regelmäßig geführt.
Um den Pflegeprozess koordiniert und nachvollziehbar darzustellen, wird die Planung auf Grundlage der im Erstgespräche und in den ersten Versorgungstagen ermittelten Daten festgelegt (Anamnese). Diverse Pflegestandards dienen uns zur Orientierung in der alltäglichen Versorgung.
Qualitätssicherung
Um sicher zustellen, das die Pflegebedürftigkeit richtig eingeschätzt, Pflegemaßnahmen zielorientiert geplant und fachgerecht durchgeführt werden und der Pflegeprozess transparent bleibt, finden bei unseren Kunden regelhafte Pflegevisiten statt. Die Übereinstimmung mit dem Pflegeprozess wird einmal im Quartal von der Bezugspflegekraft evaluiert. Die PDL führt stichprobenartig Dokumentationskontrollen durch.
Unser Beschwerdemanagement dient u.a. dazu, die Kundenorientierung und Kundenzufriedenheit zu erkennen und zu erhöhen. Einmal jährlich befragen wir unsere Kunden zur Zufriedenheit mit unserer Arbeit und passen auf Grundlage der Ergebnisse unser Qualitätsmanagement an.
Mitarbeiterbefragungen führen zu einer deutlich besseren Ergebnisqualität, denn unser Leitsatz schließt auch das Wohlbefinden der Pflegenden ein. Außerdem sollen durch regelmäßige Supervision und der Möglichkeit zur Teilnahme an Fortbildungen das Pflegeselbstverständnis gestärkt werden.
Regelmäßige Team- / Dienstbesprechungen fördern den Austausch und den Informationsfluss der Mitarbeiter untereinander. Außerdem bearbeiten alle Mitarbeiter regelmäßig Patientenbesprechungsprotokolle von ihren Touren.
Arbeitszeit / Öffnungszeit
Damit unsere Kunden jederzeit Kontakt mit uns aufnehmen können, bieten wir regelmäßige Geschäftszeiten an und sind darüber hinaus 24 Stunden über ein Notfalltelefon erreichbar. Außerdem verfügt der Betrieb über eine Anrufweiterschaltung.
Haftung
Zur rechtlichen Absicherung des Betriebes, der Kunden und Mitarbeiter besteht eine Betriebshaftpflichtversicherung. Außerdem wurde eine spezielle Strafrechtsschutzversicherung abgeschlossen.
