Wasser – unser wichtigstes Lebensmittel

Der menschliche Körper besteht zu 50 bis 75% aus Wasser. Je jünger er ist, um so höher ist der prozentuale Wasseranteil. Die starke Abnahme des Wassergehaltes mit dem Lebensalter ist bedingt durch die abnehmende Muskelmasse und die verringerte Wasserspeicherfähigkeit des Bindegewebes.

Der Körper verliert täglich mindestens 2,5 Liter Wasser:
- über die Nieren in Form von Urin ca. 1500 ml
- über die Haut in Form von Schweiß ca. 500 ml
- über die Lungen in Form von Wasserdampf ca. 400 ml
- über den Darm mit dem Stuhl ca. 100 ml

Diese Wassermenge muss täglich wieder zugeführt werden. Daraus folgt, dass ein Erwachsener mindestens 1,5 Liter trinken muss, um den täglichen Wasserverlust wieder auszugleichen. Bei Fieber, schweißtreibender Arbeit oder sportlicher Betätigung erhöht sich der Flüssigkeitsbedarf entsprechend. Dies gilt entsprechend für hohe Temperaturen im Sommer.

Bei Nieren- oder Herzkrankheit kann die Fähigkeit, Wasser auszuscheiden, erheblich reduziert sein. Durch eine verringerte Pumpfunktion des Herzens kommt es eventuell zu einer Abnahme der Nierenfunktion und so zu Wassereinlagerungen im Gewebe. Hier sollte Rücksprache mit dem Kardiologen oder dem Hausarzt gehalten werden, welche Trinkmenge empfohlen wird.

Bereits ein geringer Flüssigkeitsmangel beeinträchtigt Wohlbefinden und Leistungsfähigkeit des Menschen. Die Verarbeitung und Speicherung von Informationen im Kurzzeitgedächtnis ist deutlich verschlechtert. Ebenso die Aufmerksamkeit (Reaktionszeit), wenn z.B. morgens – oder über einige Stunden – nichts getrunken wird.

Bei längerem Flüssigkeitsdefizit kommt es zu einer Eindickung des Blutes. Je „zäher“ aber das Blut, desto schlechter fließt es durch alle Organe. Dadurch werden diese nicht ausreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Gleichzeitig werden Abfallprodukte des Stoffwechsels schlechter abtransportiert. Das betrifft auch die Region der Hirngefäße. Eine gute Hirndurchblutung ist jedoch Voraussetzung für eine gute geistige Leistungsfähigkeit.

Durst ist immer ein Warnsignal des Körpers, dass ein akuter Flüssigkeitsmangel besteht. Trinken solllte man deshalb „vorbeugend“, noch bevor ein Durstgefühl auftritt. Gerade in höherem Lebensalter wird es unterdrückt oder nicht wahrgenommen. Ältere Menschen haben sehr häufig ein reduziertes Durstempfinden und „vergessen“ deshalb, ausreichend zu trinken. Ihr Körper trocknet regelrecht aus. In vielen Fällen ist dies die Ursache für Gedächtnis- und Orientierungsprobleme.

Ein wichtiger Indikator für den Flüssigkeitsstatus des Körpers ist die Farbe des Urins: Je dunkler er ist, um so konzentrierter ist er und um so notwendiger ist ein Nachschub an Flüssigkeit.

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Zehn Tipps zum richtigen Trinken

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Beispiel für einen Trinkplan:

Morgens 1 Glas Fruchtsaft 200 ml
2 Tassen Milchkaffee oder Tee 300 ml
Vormittags 2 Glas Mineralwasser, Apfelschorle oder Buttermilch 400 ml
Mittags 1 Tasse Brühe oder Suppe 200 ml
2 Glas Wasser oder Schorle 400 ml
Nachmittags 2 Tassen Milchkaffee, Tee oder Kakao 300 ml
Abends 1 Glas Milch (1,5% Fett) oder 1 Tasse Kräutertee 200 ml
und 1 Glas Weinschorle 200 ml
gesamte Trinkmenge: 2200 ml

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Wir hoffen, mit diesen Informationen einige Anregungen für einen gesunden Flüssigkeitshaushalt gegeben zu haben und würden uns freuen, wenn Sie von diesen Informationen regen Gebrauch machen. In diesem Sinne wünschen wir eine angenehme Sommerzeit.

Ihr Kasseler Krankenpflege-Team